Der Corona-Zwiespalt: „Bitte zuhause bleiben!“ vs. „Arbeiten gehen ist erlaubt!“
Homeoffice ist angesagt! Aber wie?

02.04.2020 | geschrieben von Henrik Weitzel

In der aktuellen Corona-Krise ist „social distancing“ und „stay home“ hoch im Trend. Doch wie funktioniert das zusammen mit der Arbeit?

Dies geht aktuell sicherlich vielen Menschen durch den Kopf. Beantworten kann das natürlich nur der*die eigene Arbeitgeber*in, aber wir möchten uns die aktuelle Situation einmal anschauen und überlegen was sinnvoll ist und was nicht.

 Zum Autor: Henrik Weitzel ist Mitarbeiter in den Bereichen Agiles Arbeiten, Unternehmensentwicklung, Mitarbeiterbefragungen und Kompetenzentwicklung.

 

Von unserer Regierung erhalten wir aktuell wöchentlich neue Verordnungen, die auch immer Einschränkungen des öffentlichen Lebens bedeuten. Um die Ausbreitung des Coronavirus aufzuhalten sollen wir am Besten in unseren eigenen vier Wänden bleiben und uns nur noch für das Nötigste nach draußen begeben.

Was ist noch notwendig?

Wer darf aktuell noch arbeiten, wo und wie?

Nahezu jeder Haushalt hat laufende Kosten, die gedeckt werden müssen und auch die besagten Lebensmittel und das aktuell eher selten anzutreffende Klopapier will irgendwie finanziert werden. Daher ist der Gang zur Arbeit für die allermeisten von uns essentiell und auf jeden Fall ein notwendiger Grund, um das Haus zu verlassen – oder man darf im Homeoffice arbeiten.

Deutschland macht jetzt Homeoffice – aber wie?

Für viele Unternehmen war Homeoffice bisher ein englisches Fremdwort, mit dem sie wenig anfangen konnten. Nicht selten wurde es auch eher hinter vorgehaltener Hand als eine Art „Arbeit Light“ belächelt. Durch die Corona-Krise haben nun alle die konnten ihre Mitarbeitenden ins Homeoffice geschickt. Nur – wie funktioniert von Zuhause arbeiten, wenn man nicht mal eben den*die Kolleg*in nebenan Fragen kann. Teambesprechungen und Absprachen von Arbeitsgruppen, Koordination der Aufgaben, dass die Dinge (einigermaßen) wie gewohnt hintereinander kommen und jeder weiß, was wann und wie zu tun ist: Was im Büro ganz alltäglich scheint - all das ist nun zur Herausforderung geworden.

Aber eins nach dem Anderen: Zunächst einmal muss das Unternehmen klären, ob die technischen Voraussetzungen für einen sicheren Zugriff auf das Firmennetzwerk gegeben sind. Ist dies der Fall liegt es in den Händen der Führungskräfte Regeln für das Homeoffice festzulegen. Es muss auch geklärt werden, wie Absprachen erfolgen können, wo sich Teams digital treffen können und wie sie ihre Aufgaben miteinander abstimmen. Hierfür gibt es eine Vielzahl an kostenlosen oder auch kostenpflichtigen Programmen, die verteiltes Arbeiten digital gestützt ermöglichen und erleichtern.

Das ist mit Herausforderungen und Stolpersteinen verbunden und wird in den seltensten Fällen von Beginn an sofort reibungslos funktionieren. Manche Mitarbeitende werden erfahrungsgemäß ihre Schwierigkeiten mit den digitalen Neuerungen haben, Andere eher mit der Isolation und wieder andere mit Strukturierung oder dem Gefühl nicht involviert zu sein.

Auch wir von perspect mussten in den letzten Wochen unsere Kommunikation und die Arbeitsweise viel stärker auf unsere digitalen Kanäle verlagern und so arbeiten, wie wir es gewöhnlich eher bei unseren Kunden in viel größeren Organisationen beratend und im Projektcoaching einführen.

Hier ein kurzes Beispiel aus unserem Team: Als erstes mussten wir uns einigen, welchen Kanal wir für die Kommunikation benutzen, denn es bringt nichts, wenn wir mehrere digitale Kanäle gleichzeitig verwenden und womöglich wichtige Informationen verloren gehen. Danach mussten wir die Erreichbarkeit klären: Muss ich sofort antworten, wenn eine Nachricht eingeht? Wann wird eine Rückmeldung erwartet? – Das sind Fragen, die sich im Büro nicht stellen, doch wenn die Arbeit in den eigenen vier Wänden stattfindet sind das wichtige Punkte, die geklärt werden müssen.

Und natürlich: Auch bei uns lief und läuft nicht alles reibungslos, doch wir lernen daraus und geben auch hier das was funktioniert hat, genauso wie die Lehren, die wir aus schwierigen Situationen und Herausforderungen gezogen haben, weiter.

Und genau der Umstand nicht nur theoretisch empfehlen oder abstrakt zu etwas raten zu können, sondern eben selbst viel Erfahrung und einen breiten Fundus an praktischem Wissen mitzubringen macht die Aufgabe zu Homeoffice und allen damit verbundenen technischen, organisatorischen und strukturellen Herausforderungen und Notwendigkeiten zu beraten für uns so natürlich und naheliegend.

Und nach der Krise?

Aus jeder Krise entstehen Chancen. So auch aus der aktuellen Corona-Krise. Neben Allem was uns ängstigt, herausfordert, quält, belastet oder ratlos macht steht immer die Frage:Wie kann es zu etwas verwandelt werden das uns über die aktuellen Herausforderungen der Krise hinaus weiter - und vorwärts bringt.
So zum Beispiel und ganz besonders auch:  Wenn Unternehmen jetzt erfolgreich auf digitale Kommunikation und strukturierte Homeoffice Regelungen umstellen, haben sie den Grundstein für die Digitalisierung -auch nach der Krise- gelegt und somit ein entscheidendes Fundament für ihre dauerhafte digitale Vernetzung sowie Krisenstabilität auch für die Zukunft gelegt.

 

Tipp: Mit dem Programm "UnternehmensWert:Mensch plus" können Unternehmen bis zu 80% Förderung für genau solche und verwandte  Digitalisierungsprojekte durch zertifizierte Beratungsunternehmen wie die perspect gmbh erhalten. Sprechen Sie uns an. Wir unterstützen Sie kurzfristig.

 

Haben Sie bereits Erfahrungen mit Homeoffice gemacht?

Berichten Sie gerne von Ihren Erfahrungen und lassen Sie uns an Ihren Erkenntnissen teilhaben.

Ihre Ansprechpartner*innen

Henrik Weitzel
Gesund Arbeiten, Agiles Arbeiten, Wissen Digital, Führung

  • Erziehungs- und Bildungswissenschaftler (B.A.) mit dem Schwerpunkt Erwachsenenbildung,
    Profil: Innovations- & Bildungsmanagement,
    Nebenfächer: Einführung in die BWL, Psychologie und bildende Kunst
  • Student der Erziehungswissenschaft (M.A.) mit dem Schwerpunkt lebenslanges Lernen und Medienbildung

 

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