Warum?

Nach § 84, Abs. 2, SGB IX hat der Arbeitgeber die Pflicht, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die länger erkrankt waren - ab 42 AU-Tagen innerhalb von 12 Monaten, am Stück oder unterbrochen -, durch ein BEM-Verfahren am Arbeitsplatz wieder einzugliedern. Voraussetzung für ein gutes Gelingen sind Kompetenz, Vertrauen und Verbindlichkeit auf beiden Seiten.

Gesundheit und Wohlbefinden ist ein höchst privates Thema und braucht den Schutz der betroffenen Person. Viele Beschäftigte möchten oder können sich gegenüber dem Arbeitgeber nicht entsprechend mitteilen. Ob ein BEM erfolgreich verläuft, hängt nicht selten vom Verhältnis Führungskraft – Mitarbeiter ab. Denn wenn das interne BEM-Gremium im Unternehmen nicht als Unterstützung, sondern eher als Tribunal empfunden wird, ist oftmals ein Abbruch die Folge.
Viele gute Gründe, um sich Unterstützung durch Externe einzuholen!

Für wen?

  • Für Unternehmen, die eine fundierte Analyse anstreben und einen BEM Fall professionell und erfahren begleitet wissen wollen.
  • Bei BEM Fällen, wo Externe auf Grund ihrer Verschwiegenheitsverpflichtung und gebotenen Neutralität schneller Ursachen ermitteln und Lösungswege mit dem Blick von außen aufzeigen können.

Wofür stehen wir?

Ein BEM Verfahren braucht zunächst Vertrauen und die Fähigkeit, die Probleme des Mitarbeiters zu würdigen. Dies setzen wir um - durch unsere Verschwiegenheit und unsere Kompetenz als qualifizierte Coachs. Die fachkundige Analyse führen wir auf der Grundlage von zertifizierten Verfahren durch. Bei der Lösungssuche setzen wir unsere gesammelten einschlägigen Erfahrungen ein.

Unser Ziel ist eine WIN-WIN-Lösung für Arbeitnehmer und Arbeitgeber!

Gesundheit ist nicht selbstverständlich - und ja, jeder kann länger erkranken.

Bei längerer Krankheit ist es gut zu wissen, dass der Arbeitgeber meine Arbeit wertschätzt und mir dabei behilflich ist, entsprechend meinem Tempo und meinen Möglichkeiten den Wiedereinstieg zu meistern.

Sicherlich gelingt ein Wiedereinstieg nicht immer, da die Folgen der Erkrankung zu schwerwiegend sind und/oder ein passender Arbeitsplatz nicht zur Verfügung steht. Ungeachtet dessen gilt es jedoch immer, im Interesse des Einzelnen und im Interesse der Firma, für beide Seiten gute und akzeptable Lösungen zu finden, insbesondere auch im Hinblick auf Betriebsklima und Image des Unternehmens. Im Umgang mit seinen Beschäftigten in Krisensituationen zeigt sich nach innen wie nach außen auch die Stärke und Leistungsfähigkeit eines Unternehmens.

BEM braucht Vertrauen, Verbindlichkeit und Kompetenz

BEM ist für den Arbeitgeber verpflichtend, nicht aber für den Betroffenen und braucht von daher ein psychologisch, arbeitsmedizinisch und sozialrechtlich kompetentes Handeln, um für alle Beteiligten akzeptable Lösungen zu erarbeiten. Da dies nicht zwangsläufig zum „Kerngeschäft“ eines Unternehmens gehört, spart ein Externes Fallmanagement nicht nur Zeit und Geld. Durch die damit verbundene Neutralität und Verschwiegenheit können für alle Beteiligten bessere Lösungen erarbeitet werden. Ziel sollte es sein, das BEM angemessen zügig umzusetzen und die Arbeitsbewältigungsfähigkeit langfristig zu sichern.

Externes Fallmanagement und BEM Beratung

Durchschnittlich umfasst das Fallmanagement 10 Stunden (vgl. DAK Gesundheitsreport 2013). Der Umfang und die Kosten sind somit gut abgrenzbar. Darüber hinaus unterstützen wir Sie auch in Teilprozessen des BEM Verfahrens und/oder stärken die Kompetenz des BEM Teams.

Fachlich orientieren wir uns an dem „Haus der Arbeitsfähigkeit“ (nach Illmarinen). Dieses Instrument hat sich im BEM Verfahren bewährt und besticht durch seine Ganzheitlichkeit.

Unsere Leistungen im Einzelnen:

  • Externes BEM-Fallmanagement (von der Kontaktaufnahme bis zum Nachhaltigkeitsgespräch)
  • Coaching und Supervision von BEM-Teams
  • Coaching in Krisensituationen
  • AB-C Analyse der Arbeitsbewältigungsfähigkeit, als zertifiziertes Instrument von der BAuA (Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin) und der INQA (Initiative Neue Qualität der Arbeit) anerkannt
  • Netzwerk mit Reha-Dienstleistern und Kostenträgern in der Region, um Übergänge zu erleichtern 
  • Übergangsmanagement, wenn eine Weiterbeschäftigung im Unternehmen nicht mehr möglich ist (mehr dazu…)

Präventive Maßnahmen

Nicht nur das Unternehmen wird älter, sondern auch die Belegschaft. Und nein, ältere Arbeitnehmer werden nicht häufiger krank. Doch wenn sie erkranken, dauert es oft länger, bis sie wieder arbeitsfähig sind. Gehen Sie Ihrer Zeit voraus und nutzen Sie die Kosten- und Zeitersparnisse von präventiven Maßnahmen. Arbeitsbewältigungsfähigkeit ist ein Dauerthema und deren Abnahme fällt in der Regel nicht vom Himmel. Ein Arbeitsbewältigungscoaching zeigt Stärken auf, aber auch konkrete Handlungsbedarfe.

Arbeitsbewältigungsfähigkeit herstellen

Vom Arzt oder im Krankenhaus werden Krankheiten fast ausschließlich medizinisch bearbeitet. Je nach Schwere der Erkrankung macht es aber auch mit der Seele - sprich mit uns - etwas. Einige sind stark verunsichert und stellen sich Fragen wie: Kann ich (überhaupt) noch arbeiten oder was kann ich noch arbeiten? Wie muss ich mich zukünftig verhalten? Andere wiederum ignorieren die Veränderungen der persönlichen Leistungsfähigkeit, tun so als ob und machen weiter wie bisher…

Das Haus der Arbeitsfähigkeit ist ins Wanken gekommen. Das Haus der Arbeitsfähigkeit (nach Dr. Juhani Ilmarinen) hat vier tragende Säulen: Gesundheit, Kompetenz, Werte und Arbeitsbedingungen/Führung.

  • Gesundheit geht den Fragen nach: Wie ist es um sie bestellt, welche Veränderungen gibt es, wie gehe ich damit um und wie stelle ich mich auf Einschränkungen ein?
  • Kompetenz geht den Fragen nach: Wie steht es um mein Wissen, meine Erfahrungen, Fähigkeiten und Fertigkeiten, um die fortlaufenden Veränderungen der Arbeitswelt zu meistern?
  • Werte geht den Fragen nach: Welche Einstellungen und Werte habe ich, wie motiviert bin ich, was motiviert mich, was kann ich, …und was können andere dazu beitragen?
  • Arbeitsbedingungen und Führung thematisieren die Anforderungen und Bedingungen wie bspw. Arbeitsinhalte, Betriebsklima und Wertschätzung durch die Führungskraft. Hier liegt die größere Verantwortung beim Arbeitgeber, das schließt aber die Eigenverantwortlichkeit nicht aus, den Rahmen zu erkennen, in dem der Beschäftigte gefordert ist.

Ein Coaching für Arbeitnehmer/innen und Unternehmen

Wir sind zertifizierte Arbeitsbewältigungs-Coachs ® und Mitglied im WAI-Netzwerk (= Work Ability Index). Aufgrund dieser Qualifikationen können wir Sie - Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer als auch das Unternehmen selbst - optimal darin unterstützen, Bedarfe frühzeitig zu erkennen und zielgerichtetes Handeln in die Wege zu leiten. Die ab-c Beratungsmethode ist ein Analyse- und Coaching-Instrument zugleich. Sie hilft außerdem wesentlich dabei, Prioritäten zu setzen: Woran sollte als erstes gearbeitet werden, um die Leistungsfähigkeit zu optimieren oder zu erhalten?

Die ab-c Beratung ist für Unternehmen geeignet, die ihre Arbeitsbewältigungsfähigkeit überprüfen und kurz und bündig Lösungswege aufgezeigt haben wollen.

In Unternehmen, für die wir bereits gearbeitet haben, wurde das Instrument häufig für Abteilungen eingesetzt, bei denen sich ein dringender Handlungsbedarf abzeichnete, die größere Belastungen hatten oder wo Missstände bereits bekannt waren. Hier konnten in kurzer Zeit Bedarfe konkretisiert werden und Maßnahmen erarbeitet werden, die für die Mehrheit der Beschäftigten höchste Präferenz und Wirksamkeit hatten.

Hilfreich ist hierbei auch, dass der ermittelte Work-Ability-Index einem Branchenvergleich unterzogen werden kann, da es hier umfangreiche Vergleichsdaten gibt.

Geht schneller, als man denkt

Die ab-c Beratung umfasst eine Analyse- und Beratungssitzung pro Person. Sie ist somit sehr überschaubar und sowohl für einen selbst als auch für mehrere Mitarbeiter gut umsetzbar.

Für weitere Informationen oder Vereinbarung von ab-c Beratungsterminen kontaktieren Sie uns bitte.

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